25. April 2014  | 


Bayer 04 Leverkusen – Die Fußballchronik




Von Alex Feuerherdt, 256 Seiten, 29,90 Euro. Erstmals eine komplette Chronik über Bayer 04 Leverkusen.

Bayer 04 Leverkusen wird zwar immer noch als Werksverein bezeichnet, doch sein biederes Image hat der Verein längst ablegen können. Mit attraktivem Offensivfußball, sportlichen Erfolgen und Stars wie Michael Ballack zählen die Leverkusener inzwischen zu den ganz großen Mannschaften im deutschen Profifußball. Nur eines blieb ihnen bisher verwehrt: In den vergangenen 14 Jahren wurden sie zwar fünfmal Vize , doch nie errangen sie die Deutsche Meisterschaft. So ist die Zeit längst reif für eine große Chronik, in der die gesamte Fußballgeschichte des Vereins lückenlos erzählt wird.
 
Der Schwerpunkt des aufwändig gestalteten Buches macht die inzwischen 32-jährige Erstligageschichte aus, hinzu kommen Exkurse zur NS-Zeit, zu allen wichtigen Spielerpersönlichkeiten und natürlich eine umfangreiche Statistik.
 
Westdeutsche Zeitung:
Das Buch ist nicht nur für Bayer-Fans ein spannendes Stück Fußballgeschichte mit reichlich Informationen und Statistiken. 400 Bilder illustrieren die Chronik des Werksvereins eindrucksvoll. Erzählt wird die Geschichte der Werkself wissensreich und pointiert.



"11 Freunde" im Bayer Kulturhaus




Philipp Köster ist der Chefredakteur des Fußballmagazins 11 Freunde – dem „Magazin für Fußballkultur“ in Deutschland schlechthin.

Die Monatshefte sind Pflichtlektüre nicht nur für Spieler, sondern für Fusballverrückte jeden Alters, die mit intelligentem und investigativem Sportjournalismus informiert und unterhalten werden möchten. Als Kolumnist Gunter Hetzer wirft Köster in jeder Ausgabe lustvoll einen satirischen Blick auf die deutsche Fußballgeschichte: Sein Alter Ego ist der Anführer eines trinkfesten und feierfreudigen Quartetts – gemeinsam mit Delle, Waldi und Trollinger zieht er durch Stadien, Vereine und Diskotheken und trifft dort die führenden Repräsentanten des deutschen Fußballs, die für jede Menge Stoff sorgen, der erzählt sein will. Sein anderer Blick auf der Deutschen liebstes Kind ist kurzweilig, gnadenlos komisch und erhellend.
Am  Mittwoch den  14. September 2011 ist Philipp Köster  während der Veranstaltungsreihe der Literatur- Kulisse im Bayer Kulturhaus in Leverkusen Wiesdorf zu Gast. Beginn ist um 20 Uhr. Karten sind für 8 € erhältlich. Weitere Infos unter http://www.kultur.bayer.de/de/spielplan.aspx



VOLL DIE LATTE - Ein Fußballtagebuch




Ein Buch von Axel Formeseyn, 256 Seiten, 9,90 Euro

Acki ist Fußballfan, Fan des Hamburger SV. Das war er schon als kleines Kind, als er in Nordfriesland aufwuchs, und er blieb es, einer spöttelnden Umwelt, sportlichen Krisen und erstaunten Freundinnen zum Trotz. Stand mit den Kumpels Maik und Barnyin der Westkurve und war dort natürlich unverzichtbar. Bis erst die Frau fürs Leben, später Töchterchen Marlene und damit die härteste Fan-Probe kam: Mit einem Kinderwagen kann man schlecht ins Stadion gehen...

Axel Formeseyn setzte mit seinem 2005 erstmals erschienenen Tagebuch neue Maßstäbe in der deutschen Fanliteratur witzig, authentisch und dabei von literarischer Qualität. Das Meisterwerk eines HSV-Verrückten nannte es die Hamburger Morgenpost, subversiven Witz entdeckte das Flensburger Tageblatt. Und das fußballferne Handelsblatt urteilte: Nach der Lektüre weiß selbst die größte Fußball-Verweigerin, was die Jungs eigentlich antreibt.
 
11 Freunde sagt: „Ein biografisch gefärbter Roman der alten Hornby-Schule. Formeseyn versteht es im Gegensatz zu vielen Autoren seines Genres, Dinge wunderbar zu überzeichnen. Zudem schreibt er mit einer angenehmen hanseatischen Lässigkeit und einer ordentlichen Portion Selbstironie. Ein komisches, rührendes, stets mit überbordender Liebe zum Fußball geschriebenes Buch.“



Matchboxtheater "Cash"




Eine Komödie von Michael Cooney, Regie: Melanie Rehbein

Warum sollte uns der Staat nicht vor dem eigenen sozialen Absturz retten? Nachdem Eric seinen Job verloren hat lebt er als Sozialschmarotzer und hat kein Problem damit. Anstatt seine Frau Linda über die finanziellen Verhältnisse aufzuklären, beantragt er lieber eine Sozialhilfe nach der anderen, erfindet Mitbewohner, um deren Gelder zu kassieren und macht auch keinen Halt vor der Schulmilch!

Doch nach und nach wächst ihm das ausgeklügelte System über den Kopf - und dann steht auch noch Jenkins, der Außenprüfer vom Sozialamt vor der Tür.

Es spielen:
Markus Cichowicz, Dirk Volpert, Benjamin Trzeciak, Pia Axmacher, Lisa Graf, Stefan Sohn/Andreas Weiland, Martina Vikanis, Helmut Kuhnhenn, Katja Blum, Saskia Windler /Sarah Timm



Homosexuelle nicht erwünscht?!




Dabei gibt es so viele »vom anderen Ufer«: der deutsche Außenminister, der Bürgermeister von Berlin, einige Nachrichtensprecher und viele Künstler und Kulturschaffende. Aber gibt es eigentlich einen schwulen Fußballer? Und was würde wohl geschehen, wenn sich der erste outet?

Tanja Walther- Ahrens (ehem. Bundesligaspielerin bei Turbine Potsdam) befasst sich in ihrem Buch mit einem ganz heißen Eisen: Homosexualität im Fußball. Diese Männerdomäne schlechthin ist einer der konservativsten Bereiche unserer Gesellschaft. Er scheint absolut fortschrittsresistent zu sein, von der Norm abweichende Lebensformen finden hier keinen Platz.
 
Theo Zwanziger hat ein mutiges Vorwort zu diesem Buch geschrieben. Das Buch insgesamt reißt das Thema in seiner Vielschichtigkeit an, thematische Vertiefungen geschehen nicht. Das Buch ist ein wichtigen Beginn und eine Heranführung an ein Thema dem sich Sportler und Fans in aller Fairness zu stellen haben. Mit ihrem Buch will Tanja Walther-Ahrens eine Lanze brechen für mehr Toleranz gegenüber Menschen, deren sexuelle Ausrichtung in weiten Teilen unserer Gesellschaft längst akzeptiert ist.



Kunst gegen Bares




KUNST GEGEN BARES ist die erfolgreichste "Offene Bühne Show" der Kölner Theaterlandschaft - ein Konzept, in dem Künstlerinnen und Künstler aller Couleur ihre Talente präsentieren können.

Das Besondere daran: Das Publikum entscheidet selbst, wie viel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Jede Künstlerin und jeder Künstler bekommt ein Sparschwein, in das das Publikum nach Gutdünken Geld werfen kann - KUNST GEGEN BARES halt, alles ohne Zwischenhändler! Die Person, die am Ende einer Veranstaltung am meisten Geld für sich einspielen konnte wird zum "Kapitalistenschwein des Abends" ernannt.

Jetzt mischt KUNST GEGEN BARES auch Opladen auf
 
An zunächst vier Terminen begrüßen Torsten Schlosser und Bernd Upperdeck Besucher und Künstler vor der rauen Kulisse des ehemaligen Bahnausbesserungswerks – im Kulturausbesserungswerk in der Kolberger Straße.
 
Für Künstler:
Einfach kommen, ins Publikum setzen, zu Beginn der Show melden und dann geht´s auf die Bühne - Eintritt: 4 Euro.
 
Termine:
  • Dienstag, 19. April: 20 Uhr
  • Dienstag, 17. Mai: 20 Uhr
  • Dienstag, 21. Juni: 20 Uhr



"Der Zeuge von Lens"




Buch von Tibor Meingast: 128 Seiten, 9,90 Euro

Fußballweltmeisterschaft Frankreich 1998: Der brutale Angriff deutscher Schläger auf den französischen Polizisten Daniel Nivel bei der Fußballweltmeisterschaft löst internationale Empörung aus. Fieberhaft sucht die Polizei nach den Hooligans, die Nivel ohne jeden Anlass fast zu Tode prügelten. Ein Mann kennt den Haupttäter: Burkhard Mathiak, Sozialarbeiter beim Schalker Fanprojekt. Er identifiziert ihn als einen seiner Klienten. Doch ihm ist klar: Wenn er dies bezeugt, hat er als Fanbetreuer verspielt und muss mit Racheakten rechnen, die auch seine Familie bedrohen könnten.

ZDF-Journalist Tibor Meingast hat die dramatischen Ereignisse recherchiert, die zur Aufklärung der Bluttat von Lens führten. Sein Buch schildert eindringlich die Gewissensnöte eines Fanbetreuers und gibt aufschlussreiche Einblicke in seine Tätigkeit. Das Fazit am Ende des Buches zeigt: Die Probleme, vor denen Sozialarbeiter im Fanmilieu stehen, sind auch heute nicht weniger geworden.

„Der Zeuge von Lens“ liest sich spannend wie ein Krimi – und ist doch bittere Realität.



"True Grit" - der neue Film der Coen-Brothers




Kinofilm mit zehn Nominierungen bei der Oscarverleihung

Eben noch der Eröffnungsfilm der Berlinale, bald mit zehn  Nominierungen bei der Oscarverleihung im Mittelpunkt, ab dem 24. Februar bei uns im Kino und ein Muss für jeden Kinofan. Der neue Film von Ethan und Joel Coen, die schon für Meilensteine der Kinogeschichte wie z.B. Fargo, The Big Lebowski oder No Country for Old Men der Kinogeschichte gesorgt haben.

Der Film erzählt von der 14-jährigen Mattie Ross, die den Mörder ihres Vaters rächt. Sie heuert den abgewirtschafteten US-Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an - einen Mann, der keine Gefangenen macht. Gemeinsam folgen sie dem Killer durch das Indianer-Territorium, erleben Gewalt und sehen dem Tod ins Auge: zwei ungleiche, monolithische Charaktere, die kaum aneinander wachsen könnten, sich aber ineinander spiegeln. Am Ende steht der gegenseitige Respekt. Alter, Bildung, Status oder Geschlecht - eine Partnerschaft überbrückt alle Differenzen, wenn die Haltung stimmt. Bei Mattie und Rooster beruht sie auf „True Grit“: auf Schneid, Biss, tapferer Entschlossenheit.

True Grit mit seinen epischen, zum Teil unvergesslichen Bildern, dem an traditionellen Liedern ausgerichteten Soundtrack und den grossartigen Schauspielleistungen darf sich als ein Highlight des Kinojahrs bezeichnen.



"Die Ultras" - Fußballfans und Fußballkulturen in Deutschland




Buch von Jonas Gabler: 222 Seiten, 14,90 Euro

Mit den Ultras hat sich im Fußball längst eine neue Fankultur etabliert. Auch in den Medien taucht sie vermehrt auf. Meist jedoch mit Negativschlagzeilen über Gewalt oder andere Regelverstöße. Jonas Gabler zeichnet ein anderes Bild dieser Bewegung. Er erläutert ihre typischen Merkmale: Die neue Form, das jeweilige Team zu unterstützen; das intensive Gruppenleben; die besonderen Regeln und Kodizes; das Engagement gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs.

Gabler zeigt auch die positive Wirkung der Ultras in Deutschland beim Zurückdrängen rechtsextremistischer und rassistischer Handlungen in den Stadien. In Bezug auf Gewalt ist sein Urteil dagegen nicht so eindeutig. Er belegt das ambivalente Verhältnis der Ultras zu Gewaltanwendung und zeigt, dass sich dieses Problem zunehmend verschärft hat.

Doch ist durch die Gegenmaßnahmen der Vereine, der Verbände und der Polizei Besserung zu erwarten? So nimmt er Bezug auf ein weiteres Merkmal der Ultrabewegung: ihr organisierter Protest gegen Repression.



"Das Labyrinth der Wörter" mit Gérard Depardieu




Kinofilm (derzeit in Köln, evtl. bald im "Scala" in Leverkusen-Opladen): Frankreich, 82 Minuten

Germain, etwa 50, Analphabet, gilt unter seinen Freunden als Dummkopf. Eines Tages trifft er im Park zufällig auf Margueritte, eine alte Dame und leidenschaftliche Leserin. Sie liest ihm einige Passagen aus Romanen vor und eröffnet Germain so eine fremde Welt.

Nach einiger Zeit verbindet sie eine tiefe Freundschaft, die beide verändert. Als Margueritte nach und nach ihr Augenlicht verliert übt Germain das Lesen, um sich bei ihr zu revanchieren. Der Regisseur Jean Becker hat ein lebensbejahendes Plädoyer dafür geschaffen, seine Möglichkeiten wahrzunehmen, und huldigt zugleich der Literatur, nicht als Selbstzweck, sondern als Weg zur Selbstfindung und Selbsterkenntnis.

Kontakt
Fanprojekt Leverkusen e.V.
Lichstraße 64
51373 Leverkusen
Stefan Thomé
Tel.: 0214 / 8660-864
Daniela Frühling
Tel.: 0214 / 8660-863
Fax: 0214 / 8660-865
Mail: fanprojekt@bayer04.de

Öffnungszeiten:
Di., Mi. und Do.: 10 - 17 Uhr
Fr.: 10 - 14 Uhr

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